Studien zum Thema Grapefruitkernextrakt

Grapefruitkernextrakt: Natürliches Antibiotikum – mehrfach getestet!

Grapefruitkernextrakt gilt bereits seit vielen Jahren als Geheimtipp aus der Hausapotheke bei bakteriellen und viralen Infekten. Aber auch in wissenschaftlichen Studien wurde dem Präparat mehrfach seine Wirkung als natürliches Antibiotikum bescheinigt. Und die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig. Zum einen verschafft es Linderung bei einer Grippe, bei Durchfall und zum Beispiel bei Pilzinfektionen. Zum anderen eignet sich Grapefruitkernextrakt ideal für die Mund- und Zahnpflege.

Grapefruitkernextrakt als Antibiotikum: Eine Zufallsentdeckung

Dass Grapefruitextrakt eine antibiotische Wirkung hat, wurde dabei nur zufällig entdeckt. 1980 stellte der Wissenschaftler Dr. Harich in seinem eigenen Garten fest, dass sich Grapefruitkerne nicht kompostieren lassen. Bei genauer Betrachtung fand er heraus, dass die Kerne antimikrobielle Wirkstoffe enthielten. Es dauert allerdings noch einige Zeit, bis seiner In-vitro-Studie weitere Untersuchungen folgen sollten.

Die neusten Studien zu GKE als Antibiotikum

Vor allem ab 2001 rückte Grapefruitkernextrakt als Antibiotikum in den Fokus mehrerer Studien. In Japan ermittelte das Forscherteam um S. Sakamoto und K. Sato die drei Hauptwirkstoffe, die sich aus den Fruchtkernen gewinnen lassen. Im gleichen Jahr stellte wiederum eine Gruppe aus Polen fest, dass diese Wirkstoffe in vergleichsweise hoher Konzentration gegen eine Candida-Infektion helfen. E. Krajewska-Kulak und Kollegen testeten dazu die Auswirkungen eines 33-prozentigen Extrakts auf fünf verschiedene Stämme des Pilzes.

Von besonderer Bekanntheit ist hingegen die klinische Studie von V. Edwards-Jones, R. Buck, K. Dunn und anderen. Sie gingen der Frage nach, ob Grapefruitkernextrakt gegen antibiotika-resistente Krankenhauskeime eingesetzt werden kann. Sie behandelten dazu verschiedene Typen des Staphylococcus aureus mit dem Extrakt und konnten bereits nach 24 Stunden deutliche antibakterielle Effekte bestätigen.

Gegen Plaque und Karies: Grapefruitkernextrakt für die Mundhygiene

In jüngeren Testreihen wurden jedoch die Effekte des Extrakts im Bereich der Mundhygiene untersucht. Insbesondere nachdem D. Alonso in 2010 mit seinem Team von der Universidad Autónoma Metropolitana in Mexico City nachgewiesen hatte, dass die Wirkstoffe in den Grapefruitkernen das Wachstum von Bakterien für bis zu 48 Stunden unterdrücken können.

Entsprechend zeigte eine andere weitere Studie aus dem Jahr, dass Grapefruitkernextrakt genauso dentaler Plaque vorbeugen kann. Eine Erkenntnis, die Hooper, Lewis, Wilson und Williams von der Cardiff University Anfang 2011 noch einmal bekräftigten. Ihrer Studie zufolge eignet sich Grapefruitkernextrakt hervorragend als natürliches Antiseptika in Mundwassern.

Das natürliche Antibiotikum erhält damit schließlich eine ganz praktische Bedeutung für den Alltag. Der Extrakt verschafft einem nicht nur bei einer Vielzahl von Infektionen Linderung. Bei täglicher Anwendung zur Mundspülung schützt Grapefruitkernextrakt auf natürliche Weise die Zähne vor Plaque und damit vor Karies!

Grapefruitkernextrakt gegen Viren und Bakterien

GKE entfaltet seine Wirkung gegen Viren und Bakterien auf zwei verschiedene Arten. Nach wissenschaftlichen Studien sorgen die Stoffe im Grapefruitkernextrakt für eine Desorganisation der Zellmembran. Dadurch wird die Aufnahme von Aminosäuren verhindert und der Parasit hungert aus. Außerdem sickern die Anteile der Zelle mit niedrigem Molekulargewicht aus, was man sich wie das Ausbluten des unerwünschten Mikroorganismus vorstellen kann. In einer 2004 publizierten Studie konnte nachgewiesen werden, dass durch diese beiden Wirkungsweisen der inneren und äußeren Anwendung von Grapefruitkernextrakt mehr als 800 Viren und Bakterien vernichtet werden können.

Besonders das Ausbleiben von Nebenwirkungen, das beispielsweise in dieser Studie belegt wurde, ist ein bedeutender Vorteil von GKE im Vergleich mit anderen Behandlungsmöglichkeiten wie Antibiotika.

Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165190
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165191
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Grapefruitextrakt gegen Borreliose

Borrelien, die unter anderem durch Zecken und andere Insektenbisse übertragen werden, können durch die Behandlung mit Antibiotika nur in ihrer Form verändert werden, nicht aber zerstört werden. Laut der im Jahr 2007 durchgeführten Studie erwies sich Grapefruitkernextrakt vor allem gegen die motile und zystische Form von Borrellia Burgdorferi als wichtiger Hemmstoff, um die Wirkung der antimikrobiellen Substanzen zu unterstützen.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17565468

Bakterien ausgetrickst: keine Resistenzbildung

Durch den in manchen Fällen auch leichtsinnigen Einsatz von Antibiotika haben einige Bakterienstämme bereits Resistenzen gebildet, wodurch die herkömmliche Behandlung nicht mehr anschlägt. Die komplexe Struktur des Grapefruitkernextrakts verhindert jedoch die Anpassung der Bakterien an den Angreifer und verhindert so eine Resistenzbildung.

In einer 2004 im Journal of Physiology and Pharmacology veröffentlichten Studie wurde außerdem festgestellt, dass GKE im Gegensatz zu Antibiotika die Organe schützen kann. Der Grund dafür ist das enthaltene Neringenin, dass die Grapefruit auch so bitter schmecken lässt, aber vor allem in den Kernen und der Schale in hoher Konzentration vorkommt. 

 

GKE als Wohltat für den Magen

Durch die oben beschriebene Wirkungsweise gegen Bakterien ist Grapefruitkernextrakt besonders für den Magen eine Wohltat. 2004 konnte in einer polnischen Studie die Wirksamkeit von GKE gegen das sogar in der Salzsäure des Magens überlebensfähige Bakterium Helicobacter pylori, nachgewiesen werden. Dieses wird als Verursacher von Gastritis (Magenschleimhautentzündungen), aber auch von Magengeschwüren und Magenkrebs geahndet. Ganz im Gegenteil zu der auffälligen Anfälligkeit von Patienten für Pilzinfektionen nach einer Antibiotika-Behandlung, blockiert Grapefruitkernextrakt gleichzeitig die Ausbreitung von Pilzen.